Hashimoto Thyreoiditis

Hashimoto Thyreoiditis

Was ist Hashimoto Thyreoiditis?

Hashimoto Thyreoiditis ist eine Autoimmunkrankheit. Sie führt zu einer chronischen Erkrankung der Schilddrüse, verursacht durch körpereigene Antikörper.

Ursachen?

Die genaue Ursache von Hashimoto ist noch nicht geklärt, jedoch ist eine Vererbung nicht ausgeschlossen. Meist tritt Hashimoto auch mit anderen Autoimmunkrankheiten auf. Ebenso können Stress, psychische Belastung und schwer verlaufende Viruserkrankungen, Nebennierenschwäche sowie Umwelteinflüsse dafür in Frage kommen. Zu hohe Joddosierung, Hormonschwankungen, zu hoher Hygienestandart (Immunsystem wird nicht gefordert) und natürlich auch das Rauchen können ebenfalls Auslöser sein.

Symptome?

Anfänglich, bzw, auch wenn es während des Krankheitsverlaufes zu einem möglichen Schub (Überproduktion von Schilddrüsenhormonen) kommt, können folgende Symptome auftreten:

Schilddrüsenüberfunktion

  • Unruhe und Nervösität
  • Haarausfall
  • Reizbarkeit
  • Durchfall
  • Herzklopfen und Herzrasen
  • Rastlosigkeit
  • Händezittern
  • Hoher Blutdruck
  • Schlafstörungen
  • gesteigerte Angst
  • Heißhunger und Durst
  • Gewichtsverlust
  • Störungen des Menstruationszyklus
  • Den Betroffenen ist schnell warm

Langfristig jedoch sind folgende die typischen Symptome des Hashimotos. Manch einer der Betroffenen hat 90 % der Symptome, manch einer nur 3-4 und manche, die gut eingestellt sind: keine. Jedoch betrifft das nur ein Bruchteil der Patienten.

Schilddrüsenunterfunktion:

  • Müdigkeit
  • Motivationslosigkeit
  • Antriebslosigkeit
  • Wortfindungsstörungen
  • Konzentrations- und Gedächtnisstörung
  • allgemeine Körperliche Schwäche bis hin zur Erschöpfung
  • fehlende Belastbarkeit
  • schnelle und starke Gewichtszunahme
  • Kälteempfindlichkeit
  • niedrige Körpertemperatur
  • Depressionen, depressive Verstimmungen
  • Infektanfälligkeit
  • Schlafstörung
  • niedriger Puls
  • Gelenk- und Muskelschmerzen
  • Muskelschwäche
  • Verhärtung der Nackenmuskulatur
  • Haarausfall
  • trockene Haut und brüchige Fingernägel
  • trockene und rissige Haut
  • trockene Schleimhaut
  • Blähungen und Verstopfungen
  • Zyklusstörung
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Libidoverlust
  • Anstieg der Blutfette
  • Wassereinlagerungen (Ödeme)
  • Schwerhörigkeit
  • rauhe Stimme, Heiserkeit, Stimmstörungen
  • Kloßgefühl im Hals
  • häufiges Räuspern und Hüsteln
  • und noch viele mehr

Diagnose?

Über Befinden, Ultraschall, Blutuntersuchung

Mit seinem Hausarzt sollte man alle Symptome besprechen und dieser nimmt entweder selbst eine Labor – Untersuchung vor oder stellt jedoch im Bestenfalls eine Überweisung zu einem Nuklearmediziner aus.

Ultraschall (Sonografie)
Die Sonografie ist schmerzfrei. Der Arzt überprüft die Struktur und die Größe der Schilddrüse. Sollte diese Veränderungen, wie echoarm und inhomogen erscheinen, ist das ein Hinweis, dass die Schilddrüse zerstört wird.
Die normale Größe einer weiblichen Schilddrüse liegt bei über ca. 18 ml und bei Männern bei über ca. 25 ml.

Antikörper

Im Körper werden über das Immunsystem Antikörper gebildet und mit den folgenden Werten bestimmt:

TG-AK: Antikörper gegen Thyreoglobulin
TPO-Ak oder auch MAK genannt: Antikörper gegen Thyreoperoxidase
TRAK: Dieser Wert ist bei Morbus Basedow erhöht. Es werden vermehrt die Schilddrüsenhormone T4 und T3 ausgeschüttet und ergeben eine Schilddrüsenüberfunktion. Eines der Merkmale ist das Hervortreten der Augäpfel.

Schilddrüsenhormone Bestimmung

Durch die Bestimmung der Schildrüsenhormone TSH (Steuerhormon der Hirnanhangdrüse) und T3 bzw. FT3, T4 bzw. FT4.

Zu Normwerten möchte ich hier nichts schreiben, da diese sehr unterschiedlich sind. Manche Ärzte sehen einen TSH Wert bis 4,0 mU/l als normal, jedoch gibt es viele Erfahrungsberichte von Hashimoto Patienten, die ab einen Wert von 2 ,0 mU/l schon Probleme hatten und behandelt werden.

 

Therapie?

Nach der Diagnostik werden Hormone verschrieben, jedoch sollte man ebenfalls die Spurenelemente und Vitamine überprüft werden. Meist haben Hashimoto Patienten, diese nicht in ausreichender Menge.

Hormontherapie mit synthetischen L-Thyroxin oder

Hormontherapie mit natürlichen Hormonen, z.B. Schweinehormone

Überprüfung Spurenelemente und Vitamine und ggf. auffüllen:

  • Vitamin D
  • Selen
  • Zink
  • Magnesium
  • Eisen
  • Vitamin Komplexe und B12
  • Vitamin C
  • Vitamin E

Manch einer reagiert auch vermehrt auf Gluten. Dieses sollte unbedingt überprüft werden, da eine Glutenunverträglichkeit die Symptome negativ beeinflussen können.

 

 

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